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Selbstverständnis

Nan û Mast ist ein unabhängiges Medienkollektiv junger KurdInnen und progressiver Stimmen des mittleren Ostens aus der Diaspora in Deutschland –>JournalistInnen, Medienschaffende, KünstlerInnen und AktivistInnen, die eines verbindet: der Wunsch, kritisch zu erzählen, frei zu denken und eine alternative Öffentlichkeit zu schaffen, jenseits staatlicher, parteipolitischer oder wirtschaftlicher Interessen.

Unsere Generation ist in Bewegung. Viele von uns sind in Deutschland geboren oder aufgewachsen, geprägt von mehreren Sprachen, Identitäten und Realitäten. Wir sind Teil der kurdischen Diaspora, aber nicht im Exil, wir leben zwischen Welten, in einer Verbindung von Herkunft und Gegenwart. Aus dieser Perspektive heraus möchten wir neue Blicke auf Kurdistan, den Nahen Osten und globale Zusammenhänge eröffnen – jenseits stereotyper Narrative und vereinfachender Darstellungen.

Nan û Mast versteht sich als Stimme der kurdischen Diaspora, eine Stimme, die aufklärt, Fragen stellt und verbindet. Wir wollen Perspektiven sichtbar machen, die in den dominanten Medienlandschaften kaum Gehör finden. Unser Ziel ist es, Wissen, Geschichten und Realitäten aus kurdischen und anderen marginalisierten Kontexten zu teilen, um so Missverständnisse zu hinterfragen, Räume für Dialog zu öffnen und das Bewusstsein für Zusammenhänge von Macht, Identität und Widerstand zu schärfen.

Für uns ist Journalismus eine Form des Widerstands: gegen das Vergessen, gegen Propaganda, gegen die Entmenschlichung durch Machtstrukturen. In einer Zeit, in der autoritäre Tendenzen, mediale Gleichschaltung und Desinformation zunehmen, verstehen wir unabhängige Medien als notwendige Grundlage jeder freien Gesellschaft. Nan û Mast steht für Freiheit, Würde und Stimme, für das Recht, gehört zu werden und selbst zu sprechen.

Unsere Arbeit gründet auf fünf Prinzipien:

  • Unabhängigkeit: Wir sind keiner Regierung, Partei oder Institution verpflichtet. Unsere Arbeit entsteht aus der Gemeinschaft, nicht aus Machtinteressen.
  • Integrität: Wir recherchieren sorgfältig, denken kritisch und bleiben der Wahrheit verpflichtet – auch wenn sie unbequem ist.
  • Gerechtigkeit: Wir richten den Blick auf Strukturen der Unterdrückung und auf jene, die ihnen trotzen.
  • Mut: Wir stellen Fragen, wo andere schweigen, und schaffen Räume für Stimmen, die sonst verdrängt werden.
  • Hoffnung: Denn ohne Hoffnung ist Kritik leer; ohne Vision keine Veränderung möglich.

Von Deutschland aus möchten wir ein Netzwerk aufbauen, das Kurd*innen und andere kritische Stimmen aus der Region miteinander verbindet. Wir verstehen uns als Teil einer größeren Bewegung junger Menschen, die den Glauben an Demokratie, Solidarität und gesellschaftlichen Wandel nicht aufgeben, trotz politischer Rückschläge und Entmutigung.

Wir verstehen uns als Kollektiv welches zur Einheit und gegen Spaltung der kurdischen Gemeinschaft und der Völker des mittleren Ostens arbeitet.